Vor der Einführung eines neuen Produktes setzen die meisten Marketer auf die sozialen Medien. Momentan hinkt der deutsche Markt allerdings noch etwas hinterher.

Die sozialen Medien als Fokuskanal für Launch Marketing

Die Marketing Agentur Five by Five aus Großbritannien befragte 730 Marketing Entscheider in den USA, Großbritannien und Australien zu ihrem strategischen Fahrplan vor dem Launch eines neuen Produktes. Dabei gaben 74% Social Media als den wichtigsten Kanal an. Danach folgten unter anderem Sales Promotion mit 55%, E-Mail-Marketing mit 53%, Print und PR mit jeweils 39% und schließlich TV mit 36%. Spannend hierbei ist die Position der Print Anzeigen, die vor TV auf dem vierten Platz mit klassischer PR-Arbeit gleichzogen: Sie zeigt, dass Druckerzeugnisse wieder populärer werden, während das Fernsehen weiterhin an Wert verliert.

Die wichtigsten Kanäle für Marketer vor dem Launch eines Produkt, Quelle: Five by Five

Beschleunigte Prozesse, Deutschland hinter den USA und Großbritannien

Der Creative Director von Five by Five gibt an, dass durch die Teilung von Inhalten und Engagement innerhalb der sozialen Medien eine hohe Aufmerksamkeit in der Pre-Launch-Phase erzeugt werden kann. Dabei ist die außerordentliche Dynamik eine große Hilfe bei der schnelleren Treffung von Entscheidungen.

Die hohe Relevanz der sozialen Medien ist auf die hohe Geschwindigkeit bei der Produktentwicklung zurückzuführen; zwischen Idee und Launch liegt nur noch eine sehr geringe Zeitspanne. Optimierte Prozesse sorgen für schnellere Marktanalysen. Laut Studie haben ein Viertel der Probanden nur noch maximal drei Monate Zeit, um ein neues Produkt auf dem Markt zu etablieren. Bedingt durch die Agilität der sozialen Medien, bieten diese die Möglichkeit, in der Planungsphase Feedback in Echtzeit zu liefern.

Auch in Deutschland entwickelt sich die Technologie rasant. Der Social Media Experte Björn Tantau sieht den deutschen Markt allerdings in Sachen Social Media noch hinter den USA und Groß Britannien:

bjoern-tantau-200x200„In den USA und Großbritannien ist die digitale Branche weiter als hierzulande. Auf dem deutschen Markt werden Social Media derzeit noch vornehmlich vom Thema Branding dominiert, viele Unternehmen haben erst in den letzten zwei bis drei Jahren verstanden und eingesehen, dass es wichtig ist, überhaupt auf Facebook und Co. aktiv zu sein. Die bloße Präsenz in einem sozialen Netzwerk ist für Unternehmen aber noch keine Garantie, so auch mehr und besser auf neue Produkte hinweisen zu können, noch bevor diese Produkte überhaupt erschienen sind. Vor allem in den USA weiß die digitale Branche um die Meinungsmacht der User, die dort auf Facebook oder Instagram, aber auch via Snapchat immer voll durchschlägt, wenn sie optimal aktiviert wird. Dieser Trend ist auf dem deutschen Markt schon zu erkennen, auch wenn Bereiche wie Influencer Marketing noch sehr viel Potenzial haben.“

Solltet Ihr Fragen rund um die Nutzung von Social Media für Produktneueinführungen haben, dann kontaktiert uns gerne: social@eygency.de

Mike Behrens

Mike Behrens

Social Media Manager bei EYGENCY
Mike Behrens studiert Brand Management. Vor seinem Start bei der EYGENCY sammelte er Erfahrungen bei Engel & Völkers, Facelift und der XING AG.
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